Mi 28 Jan 2009
nofollow - dofollow
Geschrieben von Zerstreuter unter Allgemein
Der Yes! Mann mit dem Marketing Finger (Stefan Johne für alle Unwissenden) hat in einem seiner letzten Beiträge die Frage aufgegriffen, ob dofollow Links in User Generated Content der eigenen Website schaden können. Die kürzlich erst vorgenommene entgültige No-Follow Umstellung bei Mister-Wong hat die Debatte um die Sinnhaftigkeit von No-Follow-Links abermals angestachelt. Die Befürworter von No-Follow-Links sehen dies als wirksame Methode gegen Spammer und das übliche SEO-Gesindel.
Was mich persönlich sehr stark interessieren würde und was bis jetzt kein Befürworter von No-Follow-Links auch nur ansatzweise irgendwo zu erklären versucht hat ist, wieso dies Spammer ernsthaft abhalten sollte. Die Art von Spammern, die automatisiert Foren, Blogs und alles was einer Kommentarfunktion ähnlich sieht zufluten, können mit Sicherheit nicht gemeint sein. Diese gehen bekanntlich wenig subtil geschweige denn geziehlt vor. Ob Follow-, No-Follow oder Gar-Nix-Link ist diesen Zeitgenossen relativ egal.
Dann wäre da noch das Thema Blogkommentare: Jeder, der hier im Blog einen mehr oder weniger sinnvollen Kommentar hinterläßt erhält (falls gewünscht) einen kleinen Backlink auf seine Seite - sozusagen als kleines Dankeschön. Wenn ich diese Möglichkeit bei einem Blog nicht anbieten möchte dann wäre es das Einfachste das entsprechende Feld für die Webseiten-URL aus dem Formular zu entfernen. Einfach, effektiv und vorallem konsequent. Aber genau diese Konsequenz vermisse ich bei den No-Follow-Anhängern und bei der Diskussion darüber.
Eine andere interessante Pro-No-Follow-Argumentation konnte man vor kurzen von einem Webkatalog-Betreiber in einem bekannten SEO-Forum finden. Bei der großen Anzahl an Einträge wäre es nicht möglich diese regelmäßig und vollständig zu überprüfen. Bei den Seiten, die gar nicht mehr existieren kann man dies gerade noch automatisiert bereinigen lassen. Wenn eine Seite allerdings in der Zwischenzeit bei Sedo oder einem anderen Parkingdienst verweilt oder sich der Inhalt der Seite zweifelhaft verändert hat, gibt es keine akzeptable Möglichkeit diese Einträge zu bereinigen. Um die verlorene Liebe von Google wiederzuerlangen sah er als einzige Möglichkeit alle Links auf No-Follow zu setzten. Klingt doch irgendwie logisch: Wenn ich niemanden mehr in’s Haus lasse, dann brauche ich sie auch nicht mehr aufzuräumen. Wenn ich meine eigene Wohnung niemals verlasse, dann kann ich mir auch das Duschen sparen. Und wenn ich alle Links auf No-Follow setzte, dann brauche ich mein Projekt auch nicht mehr sauber zu halten.
Und jetzt sind alle No-Follow-Befürworter aufgerufen einem alten, naiven Mann zu erklären, welche Daseinsberechtigung No-Follow-Links wirklich haben. Irgend etwas, das nicht darauf schließen läßt, das versucht wird ein generelles Problem zu kaschieren. Für jeden Kommentar gibt es von mir sogar einen kleinen Backlink - follow versteht sich.

29. Januar 2009 um 12:07
Danke für die Erwähnung ;-).
Der nofollow-Sinn? Die meisten die da etwas mehr Peilung als ich haben meinen es wäre nur zum Schutz des Google-Algos. Ob das nach hinten los gegangen ist darf dann jeder für sich selbst entscheiden :-P.
PS: Verdammt cooler Footer ^^.
1. Februar 2009 um 07:02
Ich verstehe das ganze nofollow auch nicht wirklich. Wenn ich einen Link setzen will dann tu ich das, wenn nicht dann lass ich es und wenn ich trotzdem auf eine Seite hinweisen möchte kann ich auch die URL schreiben ohne zu verlinken. Sowas ist halt mal wieder typisch deutsch, bloß nichts verschenken und über einen follow Link könnte ja Pagerank abfließen. Wenn man in seinem Blog keine Links in den Kommentaren zulassen will kann man ja wie du schon geschrieben hast die Funktion ausbauen und reine Spam Kommentare kann man einfach löschen.
PS:
Wirklich cooler Footer
PPS:
In dem Feld für den Kommentartext kann man weiter schreiben wie das Formularfeld reicht (FF3|Ubuntu) und dein Quellcode ist nicht ganz XHTML Valide, also Button weg oder Quelltext überarbeiten
5. Februar 2009 um 01:20
Wurde früher dem Webmaster das nofollow zur Hand gegeben um sich vor Spam zu schützen, wird heute nofollow von Spammern mißbraucht um sich dem Contnet des Wirtes zu bedienen und selbigen paradoxer Weise mit nofollow Links als minderwertig zu denunzieren. Welches Außmaß dieser üble Kollegenbetrug hat bedarf keiner weiteren Erklärung. Google muß handeln…
17. April 2009 um 19:32
Also Mister-Wong hat schon komplett auf nofollow gesetzt wie auch Wikipedia. Sicher sind diese Seiten von Spamern geplagt. Wer bei Wiki einen Link hat, ob follow oder nofollow ist ja egal, bekommt auf jedenfall viele Besucher sofern dieser Link auch zum Thema passt. Da sollte es sicher nicht auf die PR-Vererbung ankommen. Und auch zu Kommentaren in Blogs und Forum. Solange die Komentare bzw. Fragen Sinnvoll sind und einen Mehrwert bieten sind diese auch ok
17. Juli 2009 um 14:22
Ich persönlich nutze selbst gerne no-follow, da ich finde, dass man nicht mit Spam sondern mit seinem Inhalt punkten soll.
30. Oktober 2009 um 15:47
No-Follow ist einfach nicht die Lösung.
Spätestens wenn alle Links als No-Follow gekennzeichnet wurden, muss sich Google was Neues einfallen lassen. Wenn ich jetzt schön höre, dass manche nofollow Links doch Linkjuice weitergeben doch zumindest der Relevanz helfen können, zweifelt man doch ernsthaft an dem gesamten Konzept.
Man sieht ja an solchen Sachen wie TrustRank und der Stärkung von Brands, dass Google immer mehr bestrebt ist, den Anteil des Einflusses der externen Links und anderer manipulierbarer Parameter zu verkleinern.
Ich hoffe sehr, dass ihnen dass bald gelingt. Ebenso haben die meiner Meinung nach noch nicht wirklich was gegen gekaufte Links in der Hand…
8. November 2009 um 14:41
Ich finde auch, sinnvolle Kommentare sollen belohnt werden. Bisher hatte ich das Gefühl, das Suchen nach doFollow Blogs stand für viele im Vordergrund, um darin zu spammen. Mittlerweile merke ich, die Leute versuchen wenigstens sinnvolle Kommentare zu posten, um auf Ihren Blog aufmerksam zu machen, seitdem der Trend in Richtung doFollow geht.
21. November 2009 um 04:09
Da kann ich mich nur anschliessen - leider wird in letzter Zeit immer mehr für Backlinks gekämpft, das finde ich traurig. Wer spammt - gewinnt, traurig traurig..
15. August 2011 um 18:47
Ich finde dieses nofollow-Gehabe lächerlich. Schließlich profitieren doch auch die Blogger, die einen dofollow-Link verschenken, schließlich haben Sie einen Kommentar und darin auch noch einige kostenlose Keywords und Content-Arbeit …
Mir ist es mittlerweile egal, ob ein Blog do- oder nofollow ist. Ich setze überall mal einen Link, das gehört zum natürlichen Bild. Allerdings belohne ich die dofollow-blogger, indem diese deutlich mehr Kommentare von mir erhalten. Bei den nofollow-Bloggern bin ich also nach einem einzigen Kommentar schon weg - bei den dofollow-bloggern hingegen schaue ich mir eine ganze Reihe von Unterseiten an …
(Das Belohnungs-prinzip eines Kommentators)